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Intel Sandy Bridge: Kleiner, schneller, sparsamer


Angus

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Intels kommende CPU-Generation Sandy Bridge wird von Experten wie Nutzern heiß erwartet. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Fertigungsgröße, Leistungsaufnahme und natürlich auch die Performance. Wir verraten Ihnen die heißesten Gerüchte.

 

 

Chip.de schrieb:

Geht es um die reine Rechenpower im PC-Bereich, führt an Intel derzeit kein Weg vorbei. Deren Core-i7-CPUs setzen immer noch die Messlatte dessen, was ein Desktop-Prozessor leisten kann. Mit Clarkdale, einem speziellen Kern der Westmere-Generation, hat das Unternehmen bewiesen, dass es auch im preiswerten Midrange- und Lowend-Bereich punkten kann. Die Core-i3- und Core-i5-Prozessoren mit integriertem Grafikkern machen eine diskrete Grafikkarte für klassische Desktop-Anwendungen quasi überflüssig. Der nächste Schritt - Sandy Bridge - wird diesen Ansatz weiter verfolgen und soll Modelle für alle Arten der Nutzung im Portfolio haben und AMDs kommender Fusion-APU die Stirn bieten. Erstmals wird dann auch die Highend-Schiene in Form der Core-i7-Modelle mit einem Grafikkern ausgestattet.

 

 

 

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Intels nächster "Tock"

 

Die CPU-Entwicklung bei Intel folgt einem klaren Verfahren, dass das Unternehmen selbst "Tick-Tock" nennt. Ein "Tock" definiert eine neue CPU-Architektur, was im Fall von Sandy Bridge gegeben ist. Ein "Tick" ist dagegen eine deutliche Überarbeitung einer bestehenden Generation, beispielsweise der Switch auf einen kleineren Fertigungsprozess. Im Falle von Sandy Bridge, ist der darauf folgende "Tick" offenbar schon bekannt - Ivy Bridge soll einen Shrink auf 22 nm bringen und dürfte frühestens 2011 den Markt erreichen.

 

Im direkten Vergleich mit Clarkdale (Generation Westmere) schrumpft der GPU-Teil nun auch auf 32 nm; bei Clarkdale betrug der Fertigungsprozess in diesem Bereich noch 45 nm. Voraussichtlich wird für die Nutzung eines Sandy-Bridge-Prozessors auch ein neues Mainboard mit Sockel 1155 fällig. Lynnfield (Generation Nehalem) und Clarkdale waren für den Sockel 1156 produziert worden. Außerdem könnte der nötige und kommende 6-Series Chipsatz (Cougar Point) bereits PCI-Express 3.0 unterstützen.

 

Offiziell hält sich Intel mit großen Details zu Sandy Bridge jedoch noch zurück - gerüchteweise sind aber bereits die Bezeichnungen der einzelnen CPU-Modelle aufgetaucht, die Sie der folgenden Tabelle entnehmen können.

 

Mögliche Sandy-Bridge-Modelle von Intel

 

[table]Bezeichnung|Cores/Threads|Takt|L3-Cache|GPU-Takt (Min./Max.)

Intel Core i7 2600K | 4 / 8 | 3,4 GHz | 8 MByte | 850 / 1.350 MHz

Intel Core i7 2600| 4 / 8 | 3,4 GHz | 8 MByte | 850 / 1.350 MHz

Intel Core i5 2500K | 4 / 4 | 3,3 GHz | 6 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i5 2500 | 4 / 4 | 3,3 GHz | 6 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i5 2400 | 4 / 4 | 3,1 GHz | 6 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i3 2120 | 2 / 4 | 3,3 GHz | 3 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i3 2100 | 2 / 4 | 3,1 GHz | 3 MByte | 850 / 1.100 MHz

 

[/table]

 

Weitere Modelle mit spezieller Bezeichnung

 

[table]Bezeichnung|Cores/Threads|Takt|L3-Cache|GPU-Takt (Min./Max.)

Intel Core i7 2600S | 4 / 8 | 2,8 GHz | 8 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i5 2500S | 4 / 4 |2,7 GHz | 6 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i5 2500T | 4 / 4 | 2,3 GHz | 6 MByte | 650 / 1.250 MHz

Intel Core i5 2400S | 4 / 4 | 2,5 GHz | 6 MByte | 850 / 1.100 MHz

Intel Core i5 2390T | 2 / 4 | 2,7 GHz | 3 MByte | 650 / 1.100 MHz

Intel Core i3 2100T | 2 / 4 | 2,5 GHz | 3 MByte | 650 / 1.100 MHz

[/table]

Modelle mit spezieller Bezeichnung

Besonders auffällig ist die neue Namensgebung von Intel. Während das Unternehmen die Core-Bezeichnung beibehält, bekommen bestimmte Modelle einen weiteren Buchstaben nach der Nummer. Der Buchstabe "K" ist bereits bekannt, taucht auch bei bereits veröffentlichten CPUs auf (beispielsweise beim Core i7 875K) und zeigt an, dass dieser Prozessor "unlocked" ist und somit stärker übertaktet werden kann.

 

"S" steht für eine Reihe, die in Lifestyle- und Mittelklasse-PCs zum Einsatz kommen soll. Dabei ist der Basis-Takt im Vergleich zu Modellen ohne Buchstaben deutlich geringer, wodurch auch die maximale Leistungsaufnahme sinkt. Ebenso könnte auch der Grafikkern beschnitten sein und weniger Shader-Einheiten besitzen. CPUs mit "T" im Namen stellen besonders stromsparende Versionen dar. Auch hier soll der Basistakt deutlich geringer ausfallen. In der Architektur dürfte es auch weitere Optimierungen in diese Richtung geben.

 

Grundsätzlich lassen sich aber einige Konstanten erkennen: Der Core i7 im Sandy-Bridge-Format wird (mindestens) vier Kerne bieten und acht Threads parallel verarbeiten, über 8 MByte L3-Cache verfügen und den stärksten Grafikchip enthalten. Beim Core i5 werden es ebenfalls vier Kerne sein, vier Threads und 6 MByte L3-Cache. Der Core i3 wird als Dual-Core-Serie mit 3 MByte L3-Cache und vier Threads kommen.

 

Ausnahme: Intel Core i5 2390T

Einzig das Modell i5 2390T wirft Fragezeichen auf. Diese verbrauchsoptimierte CPU mit einer TDP von 35 Watt trägt zwar Core i5 im Namen, verhält sich aber wie ein Core i3. So soll sie zwei Cores, vier Threads, 3 MByte Cache und einen eher schwachen Grafikkern besitzen. Warum Intel dieses Modell Core i5 nennt, ist vorerst nicht bekannt.

 

Vieles noch unbekannt

Intel selbst hat bisher nur sehr wenige Informationen zu Sandy Bridge veröffentlicht. Auch die Namen der Modelle basieren aktuell auf Gerüchten, die - unserer Meinung nach - aber der Wahrheit ziemlich nahe kommen dürften. Aktuell fehlt uns jedoch noch mindestens eine Hexacore-CPU, die das obere Ende der Leistungsskala belegen würde. Dazu sind aber noch keinerlei Informationen vorhanden.

 

Es ist davon auszugehen, dass Intel auf dem hauseigenen Developer Forum (IDF) vom 13. bis 15. September 2010 viel Neues zu Sandy Bridge berichten wird. Ob dann bereits eine Bestätigung für die erläuterte Roadmap folgt, ist aber noch unbekannt. (fho)

 

 

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