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Versuchsaufbau zur Messung von Wärmeleitwerten


MrUniverse
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Kleine Anmerkung: am besten in die Tabelle noch die Einheiten der Messwerte ergänzen. Trägt dann sehr der Verständlichkeit bei ☺️ 

Wenn du noch ein paar Durchläufe machen willst ein paar Ideen: 

- Frische Pasten testen damit man auch sieht wie die kaufbaren Pasten zueinander abschneiden. Alte oder trockene Pasten haben ja wenig Aussagekraft für den Käufer. 

- LM wäre interessant aber wird mit Alu nicht funktionieren, dafür bräuchtest du dann Testblöcke aus Kupfer

- Kryonaut wird nachgesagt das sie schnell altert. Vielleicht magst du das ja Mal testen indem du die Paste eine Zeit lang drauf lässt und in regelmäßigen Abständen den Test wiederholst. 

Bearbeitet von captn.ko
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WOW ich bin BAFF genau das hab ich gesucht! Ich wende mich mal an dich und hoffe du kannst mir da helfen. Ich habe ein Alienware sowie ein Blade 17 2021 Mid mit der höchsten Ausstattung. Hast du da evtl. kurz Zeit für mich über PN oder soll ich das in die Gruppe posten? @captn.ko

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vor 4 Minuten schrieb SeanFernandez:

WOW ich bin BAFF genau das hab ich gesucht! Ich wende mich mal an dich und hoffe du kannst mir da helfen. Ich habe ein Alienware sowie ein Blade 17 2021 Mid mit der höchsten Ausstattung. Hast du da evtl. kurz Zeit für mich über PN oder soll ich das in die Gruppe posten? @captn.ko

Wenn's von Intresse für die Allgemeinheit ist dann ein neuer Thread. Ansonsten geht auch ne PM. Oder falsch verlinkt und du meintest @MrUniverse?

Bearbeitet von captn.ko
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vor 5 Minuten schrieb captn.ko:

- Frische Pasten testen damit man auch sieht wie die kaufbaren Pasten zueinander abschneiden. Alte oder trockene Pasten haben ja wenig Aussagekraft für den Käufer.

Genau, das hatte ich ja schon geschrieben, dass ich mir von Thermal Grizzly und Arctic nochmal frische Pasten kaufen werde. 

vor 6 Minuten schrieb captn.ko:

- LM wäre interessant aber wird mit Alu nicht funktionieren, dafür bräuchtest du dann Testblöcke aus Kupfer

Das stimmt. Bei LM verwundert mich am meisten, dass reines Gallium eine Wärmeleitfähigkeit von 38 W/m*K hat und die LM's aber teilweise mit 73 W/m*K (Conductonaut) angegeben sind. Und das obwohl sie zu einem sehr großen Teil aus Gallium bestehen. Leider ist Kupfer zum einen nicht günstig und zum anderen habe ich noch keinen Shop gefunden, der Kupfer in solchen Durchmessern verkauft. (An Privat)

vor 10 Minuten schrieb captn.ko:

- Kryonaut wird nachgesagt das sie schnell altert. Vielleicht magst du das ja Mal testen indem du die Paste eine Zeit lang drauf lässt und in regelmäßigen Abständen den Test wiederholst. 

Das ist ein sehr guter Hinweis. Das werde ich mal machen, nachdem ich die anderen Pasten durch habe. Ich könnte ja monatlich messen und so einen Verlauf erstellen. :) 

vor 13 Minuten schrieb SeanFernandez:

Ich wende mich mal an dich und hoffe du kannst mir da helfen.

Kannst mir ja ne PN schreiben, worum es geht. Und wenn wir dann der Meinung sind, dass das alle interessiert, kannst du ja nochmal ein neues Thema aufmachen. 

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Dann gebe ich mal meinen Senf dazu, da ich ja auch sehr viel teste bzw. getestet habe. Wärmeleitpads, Auswirkungen LM usw. Mach auch viel im Desktop-Bereich, das findet aber in anderen Foren statt. Das ein oder andere hatte ich aber auch hier schon mal gepostet. Auch zum Legion habe ich einiges gemacht (möglicherweise auch für AW Notebooks oder dich interessant), dazu aber später mehr.*2

Ich finde das, was du machst, echt super und unterstütze das voll. Ich will hier auch nichts madig reden, sondern lediglich eine kritische Sichtweise auf das ein oder andere Thema legen. Vielleicht hilft es dir auch bei deinen Ergebnissen.

 

vor 6 Minuten schrieb MrUniverse:

Das stimmt. Bei LM verwundert mich am meisten, dass reines Gallium eine Wärmeleitfähigkeit von 38 W/m*K hat und die LM's aber teilweise mit 73 W/m*K (Conductonaut) angegeben sind. Und das obwohl sie zu einem sehr großen Teil aus Gallium bestehen.

Ist das genaue Mischungsverhältnis bekannt? Ich frage, weil du schreibst, dass es zu "einem sehr großen Teil" aus Gallium besteht. Ist das deine Vermutung oder gibt's da konkrete Zahlen? LM ist ein reiner Marketingname, richtig heißt das Zeug eigentlich "Galinstein" und besteht aus Gallium (40,6 Wm/K), Indium (81,6 W/mK) und Zinn (67 W/mK). Je nach Mischungsverhältnis kann man den genannten W/mK-Wert erstmal behaupten. Ob's auch tatsächlich stimmt, ist ne andere Frage. Höchstwahrscheinlich wird's eh keiner überprüfen und selbst wenn, kann man ja erstmal gegenargumentieren a la: falsch getestet, falsche Bedingungen etc.

 

Mein Problem mit den W/mK-Werten allgemein:

1. Es gibt für WLPs und LM kein standardisiertes Messverfahren, welches von unabhängigen Institutionen durchgeführt wird. Jeder Hersteller kann das Messverfahren so gestalten, dass das eigene Produkt besonders gut abschneidet. Hab diesen Punkt auch schon bei den Wärmeleitpads angekreidet.

 

2. Ich finde den W/mK-Wert grundsätzlich nicht nutzlos, wird aber bei WLPs für Marketingzwecke ausgenutzt und viele lassen sich davon blenden. Mal einige Beispiele:

Arctic's alte MX-4 WLP ist mit 8,5 W/mK angegeben, TG Carbonaut Pad mit 62,5 W/mK. Sprich, über 7 mal leitfähiger, also besser. Im Testing (siehe YT z.B.) performt das Carbon-Pad aber kaum besser als die MX-4, tendenziell eher schlechter sogar. Jetzt kann man sich darüber streiten, ob der Vergleich fair ist. Für mich ja, weil Einsatzort und Einsatzzweck der gleiche ist. Der W/mK-Wert beim Carbonaut-Pad ist aus meiner Sicht daher kompletter Marketing-Bullshit und hat nichts mit irgendwelchen (für den Verbraucher nützlichen) Vergleichswerten zu tun. Immerhin hat TG das auch eingesehen und den Wert rausgenommen, aber das Internet vergisst ja bekanntlich nichts und weiterhin wird immer noch mit "Maximale Wärmeleitfähigkeit" geworben.

Kryonaut, Conductonaut gehen für mich da in die gleiche Richtung. Klar, LM ist deutlich leitfähiger und ist im Vergleich zu traditioneller WLP besser, (wobei da die Unterschiede auch nicht mehr so groß sind), aber die Behauptung von 73 W/mk entspricht ca. dem 9-fachen von MX4. Das hört sich natürlich ganz toll an, wenn etwas 9 mal besser ist, aber in der Realität kann man froh sein, wenn man überhaupt 10° rausholt. Bei meinem Legion 7 habe ich von der Stock WLP auf Conductonaut *entscheidende* 2-4° (im besten Fall) rausgeholt.

 

3. Und der für mich wichtigste Punkt: Langlebigkeit. Auch ein Grund, warum ich kein Kryonaut in Notebooks mehr verwende. Stichwort "Pump Out Effekt" (einfach mal googlen). Auch Roman hat in einem seiner Videos gesagt, dass Kryonaut nichts auf Dauer ist und man besser auf Hydronaut oder Aeronaut ausweichen sollte. Deswegen gibt's die Pasten auch. Gerade Notebooks sind nicht dafür gemacht, dass man Stecker, Flachbandkabel, WLAN-Antennenstecker (Klassiker), Schrauben etc. häufig lösen sollte.

Ich repaste häufig Geräte, an den schon vorher rumgefuscht wurde und jeder erneute Repaste birgt das Risiko, dass man Stecker X das letzte Mal löst. Auch beschädigte Stecker, Klammern oder Schrauben waren keine Seltenheit, muss ich zugeben. Im Fall Kryonaut, war es dann einige Mal so (aber nicht immer), dass sich der ein oder andere bei mir nach ca. 4 Monaten gemeldet hat und sich über wieder ansteigende Temperaturen beschwerte und ich dann letztendlich einen neuen Repaste durchgeführt habe. Diesmal dann aber mit Noctua, Arctic oder so.

Ich will damit nur sagen, dass dir die tollste WLP und W/mK-Werte nichts bringt, wenn du nach ein paar Monate wieder das ganze Ding zerlegen musst, weil die Paste ordentlich an Performance verliert. Gerade bei so Notebooks wie AW17 R4/5 oder so ziemlich alle Modelle mit invertiertem Mobo willst du das im Idealfall nicht mehr wie ein- bis max. zweimal machen. Da kannst du lieber eine Paste nehmen, die nen Tick schlechter performt, dafür aber zuverlässiger und langlebiger. Leider testet diesen Aspekt so gut wie keiner. Hier vertraue ich ganz klar auf meine Erfahrung. Manchmal hängt's auch gar nicht von der Paste ab, sondern liegt einfach vom Notebook.

 

vor 3 Stunden schrieb MrUniverse:

Daher sollte die Schicht natürlich IMMER so dünn wie möglich sein. 

Ja das ist richtig, aber als Benutzer, gerade im Notebook, hast du keinen großen Einfluss drauf. Der Anpressdruck und Abstand ist aufgrund mehrerer Faktoren vordefiniert. Man kann zwar deutlich zu viel Paste nehmen, drückt sich aber spätestens unter Last wieder raus, wenn nicht schon vorher. Wenn überhaupt, kannst nur einen negativen Effekt durch zu wenig Paste erreichen. GN und andere haben das alles getestet.

Anzumerken sei jedoch, dass dieser Punkt sehr deutlich wird, wenn man im Gerät falsche (meist zu dicke oder harte) Wärmeleitspads oder so tolle Mods wie Kupferplättchen einsetzt. Das drückt die Heatsink schön hoch und der Spalt zwischen IHS und DIE wird größer. WLP füllt diesen Spalt zwar aus, aber die Temperaturen werden deutlich schlechter ausfallen.

Was du sagst, ist vollkommen richtig, aber die Ursache kann auch an anderer Stelle liegen. Problematisch können in dem Zusammenhang auch konvexe und konkave Oberflächen sein, was man als Benutzer auch nicht wirklich beeinflussen kann. Vielleicht erinnerst du dich noch an meinen 5800X im Desktop-Thread. Da hat das Schleifen der Oberflächen sehr viel gebracht, beim 5900X dann nicht mehr so. Wobei auch die AIO-Coldplate sehr konvex (für Intel) war. Ein anderes sehr bekanntes Beispiel ist der AW17 R4 & R5. Der Intel DIE ist konvex und Dell hatte die tolle Idee die Heatsink mit einer Drei-Arm-Konstruktion zu befestigen. Logisch, dass das irgendwann zu einer Seite kippt bzw. die Paste sich zu einer Seite rausdrückt* und zwei Kerne beispielsweise besonders heiß laufen. War ja damals praktisch ein Dauerthema, völlig egal wie gut oder schlecht eine Paste war.

 

* Gerade dieses "Rausdrücken" der Paste oder auch Pump-Out ist bei Gaming Notebooks keine Seltenheit. Das Problem ist, dass Gaming Notebooks auf WLP eine deutlich höhere thermische Last ausüben und die Paste insgesamt mehr arbeitet. 100°C ist beim Gaming Notebook auch unter normalen Bedingungen (z.B. Gaming) nicht wirklich schwer zu erreichen. Je nach Paste läufst du dann in das Problem, dass es sich über Zeit rausdrückt. Die Viskosität der Paste spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Das musste ich auch beim Legion 7 feststellen. Obwohl das Notebook fabrikneu war, klebte die Heatsink schon verdammt gut an den DIE's. Auch die Konsistenz war "gummiartig" würde ich sagen.

Paste1.thumb.jpg.10d560f61364a7e6eb4ac7f9a515273a.jpg

Zähe Paste drückt sich halt kaum raus. Soweit ich weiß, nutzt Lenovo Honeywell PTM7950SP oder so WLP-Plättchen (Honeywell PTM PCM TIM), die bei Nutzung schmelzen und sich mit IHS und DIE verbinden, was wahrscheinlich auch der Grund dafür ist, warum man mit LM nur noch so wenig rausholt, zumindest in diesem speziellen Fall. Auch MSI geht mit LM einen ähnlichen Weg. Die verwenden LM mit Bismut, welches einen höheren Schmelzpunkt besitzt. (Video ab 2:38).

-----------

Deswegen sehe ich die reine Beurteilung der W/mK im Bezug auf die Performance kritisch, weil einfach so viele Faktoren noch mitreinspielen, die da auch noch ein Wörtchen mitzureden haben, gerade wenn es um Langzeiterfahrung geht. Bei LM kommt dann noch ggfs. die Sättigungsphase bei Kupfer hinzu usw. Da gibt's noch eine ganze Reihe mehr an Faktoren, die man berücksichtigen sollte, wenn eine Paste/ LM beurteilen möchte.

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*2

Noch ein kleiner OT-Beitrag, zu einem Projekt, an dem ich vor einiger Zeit gearbeitet habe, wo ich auch ein Arduino genutzt habe. Die Legion-Geräte haben inzwischen eine recht große Enthusiasten-Community, wo echt fähige Leute wie Software-Entwickler, Elektro-Ingenieure usw. drin sind und für die Geräte alles Mögliche bereitstellen und entwickeln. So auch die Lüfter-Steuerungssoftware, an der ich ein wenig mitgewirkt habe. Wenn sowas für AW Notebooks kommt, könnte das durchaus sehr hilfreich sein.

Das Problem ist, dass der Lüfter-EC keine RPM-Werte übermittelt. Das ist grundsätzlich nicht unbedingt ein Problem, da die Steuerung in % erfolgt (z.B. 34% Fan-Speed), aber genaue RPM-Werte sind dennoch wünschenswert. Für die Ermittlung der Drehzahlen habe mir deshalb ein Drehzahlmesser gebaut, der sehr genau misst. Die ganzen Baumarkt-Dinger von Amazon und Co. kannst du echt vergessen. Das ganze läuft über einen Näherungssensor mit IR-Signal.

Hier mal ein paar Ausschnitte der Testmessungen:

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Um die Genauigkeit zu verifizieren, habe ich verschiedene Lüfter und Geschwindigkeiten vorher gemessen und am PC gegengeprüft. Zusätzlich habe ich die Messung mit 240fps aufgenommen, um später in Super Slo-Mo den Wert zu überprüfen. Genauigkeit war absolut wichtig in dem Fall. Deswegen habe ich meine Ergebnisse doppelt und dreifach gegengeprüft. Der Drehzahlmesser ist auf jeden Fall sehr genau. Über 5.000 rpm konnte ich problemlos messen.
 

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Am Code hab ich ein Weilchen gesessen, funktioniert aber Top. Fall's den brauchst, sag einfach bescheid. Der Sensor kostet nur wenige Euros. Ich wollte da jetzt kein eigenen Thread für aufmachen, weil das Legion-Thema den Leuten hier schon ziemlich auf den Keks geht. Da du aber gerne bastelst (nehme ich an), könnte es für dich durchaus nützlich sein. Für Standbohrmaschine und andere Gerätschaften usw. ist das auch sehr praktisch.

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@Sk0b0ld Also erstmal vielen Dank für deinen Senf und die gewohnt konstruktive Kritik. 

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

Ist das genaue Mischungsverhältnis bekannt? Ich frage, weil du schreibst, dass es zu "einem sehr großen Teil" aus Gallium besteht. Ist das deine Vermutung oder gibt's da konkrete Zahlen?

Nein das genaue Mischungsverhältnis kenne ich nicht. Das hat Roman mal ein einem seiner Videos so gesagt. Der steckt bei TG mit drin - daher habe ich das mal ohne genaue Zahlen zu kennen für bare Münze genommen.

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

Gallium (40,6 Wm/K)

Da hast du natürlich recht. Notiz an mich: Finger weg von Wikipedia. :D

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

1. Es gibt für WLPs und LM kein standardisiertes Messverfahren, welches von unabhängigen Institutionen durchgeführt wird. Jeder Hersteller kann das Messverfahren so gestalten, dass das eigene Produkt besonders gut abschneidet. Hab diesen Punkt auch schon bei den Wärmeleitpads angekreidet.

Genau! Das ist mit einer der Hauptgründe, wieso ich das mache. Grundsätzlich sind die Werte nicht das Problem. Ich habe alle Parameter meiner Messungen veröffentlicht. Somit sollten meine Werte einen verlässlichen Vergleich bieten, da ich alle Pasten gleich teste. 

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

Arctic's alte MX-4 WLP ist mit 8,5 W/mK angegeben, TG Carbonaut Pad mit 62,5 W/mK

Ohne das zu überprüfen kann ich dir natürlich nicht sagen, ob die Angeben stimmen. Doch die Angaben könnten sehr gut passen. Ein Pad (auch so ein Carbon Ding) ist dicker als die WLP-Schicht. Denk an die Einheit: W/m*K oder auch W*m/m²*K -> Das bedeutet die Fläche wirkt sich positiv auf die Wärmeleitung aus, die Dicke der Schicht negativ! Also kann der spezifische Wärmeleitwert zwar höher sein, aber durch die höhere Schichtdicke ist die Bilanz des Wärmeübertrags bei der dünneren Paste höher. 

Und genau deshalb sind die W/m*K Werte nicht Sinnlos, sondern der Endverbraucher muss nur mit Ihnen umzugehen Wissen.

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

3. Und der für mich wichtigste Punkt: Langlebigkeit.

Da bin ich ganz bei dir! In meinem PC habe ich, wie du weißt, eine Custom WaKü mit Hard Tubes. Da will ich auch nicht viel öfter ran als unbedingt nötig. Daher fand ich den Vorschlag von @captn.ko so gut, eine Probe einer guten Paste mal über eine längere Zeit stehen zu lassen und regelmäßig Test zu fahren. Aber mein Versuch soll auch nicht die "beste" WLP finden. Mir ist schon klar, dass da eine Reihe weiterer Faktoren reinspielen. Mit meinem Aufbau habe ich mir nur zum Ziel gesetzt, die Herstellerangaben der Wärmeleitfähigkeit in ein Verhältnis zueinander zu bringen. 

 

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

Ja das ist richtig, aber als Benutzer, gerade im Notebook, hast du keinen großen Einfluss drauf. Der Anpressdruck und Abstand ist aufgrund mehrerer Faktoren vordefiniert.

Das stimmt. Meine diesbezügliche Bemerkung war aus rein technischer Sicht und nicht auf den praktischen Anwendungsfall bezogen. 

 

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

Zähe Paste drückt sich halt kaum raus.

Leider lässt sich nur schwer sagen, ob die Schicht somit auch dicker wird. Die Messung eines so kleinen Spalts ist nicht so trivial. Ich habe auch mal gelesen, dass zu dünne Schichten von WLP auch schneller austrocknen und ihre Leitfähigkeit einbüßen. Klar hat der Anwender darauf auch keinen Einfluss, doch der Effekt ist schon interessant. 

 

vor 10 Stunden schrieb Sk0b0ld:

Noch ein kleiner OT-Beitrag

Cooles Thema auf jeden Fall. Dein Programm hätte vor ein paar Monaten tatsächlich geholfen. :D Ich habe mit einem Hallsensor und umfänglich befestigten Magneten die Drehzahl meine Frässpindel gemessen. Funktioniert quasi genau so nur induktiv statt optisch. :D 

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vor 4 Stunden schrieb MrUniverse:

Leider lässt sich nur schwer sagen, ob die Schicht somit auch dicker wird.

Scheint beim L7 und L5P jedenfalls sehr gut zu funktionieren. Die geringe Verbesserung auf LM haben auch andere User bestätigt.

 

vor 4 Stunden schrieb MrUniverse:

Und genau deshalb sind die W/m*K Werte nicht Sinnlos, sondern der Endverbraucher muss nur mit Ihnen umzugehen Wissen.

und wie stellst du dir das genau vor? Nehmen wir mal drei WLPs mit drei unterschiedlichen Wm/K-Werten. Die werden am Ende relativ nah beieinander performen, obwohl die angepriesenen Wm/K-Werte sich deutlich unterscheiden. Du kannst das hier in gewisser Weise einheitlich testen, die Hersteller testen jedoch für sich und nur darauf kann sich der Verbraucher erstmal stützen.

Außerdem gehen immer mehr Hersteller den Weg, dass sie KEINE W/mK-Werte mehr für ihre Produkte angeben, weil genau das für den Endverbraucher nicht nützlich ist und die Hersteller sich da gegenseitig nur überbieten. Siehe Noctua, siehe Arctic. Statement Arctic zu der Thematik:

 

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Wie gesagt, ich kritisiere nicht deine Arbeit, sondern lediglich die Angaben der Hersteller UND dass W/mK-Werte für den Verbraucher nicht wirklich nützlich sind. Zumindest nicht, solange es kein standardisiertes Verfahren gibt, an dem sich jeder Hersteller halten müsste, damit überhaupt die Grundlage geschaffen wird, sinnvolle Vergleiche anzustellen. Du testest unter immer den gleichen Bedingungen verschiedene Pasten. Ähnlich wie Arctic. Das ist dann schon was ganz anderes, deutlich aussagekräftiger. Einziges Problem wäre mich nur das Thema Langlebigkeit dabei.

 

vor 4 Stunden schrieb MrUniverse:

Nein das genaue Mischungsverhältnis kenne ich nicht. Das hat Roman mal ein einem seiner Videos so gesagt. Der steckt bei TG mit drin - daher habe ich das mal ohne genaue Zahlen zu kennen für bare Münze genommen.

und hier kommen wir wieder zu meinem eingangs erwähnten Problem mit den Wm/K-Werten. Also die, auf die sich der Verbraucher verlässt. Roman könnte Recht haben und der Gallium-Anteil überwiegt, aber dann würde der beworbene W/mK-Wert nicht hinhauen. Aus meiner Sicht ist das wieder reines Marketing von TG, weil es in dem Bereich auch Konkurrenzprodukte gibt, die auch einen hohen W/mK-Wert aufweisen. TG wirbt jedoch mit dem höchsten. Ist doch logisch, welches Produkt man tendenziell eher kauft.

 

vor 4 Stunden schrieb MrUniverse:

Denk an die Einheit: W/m*K oder auch W*m/m²*K -> Das bedeutet die Fläche wirkt sich positiv auf die Wärmeleitung aus, die Dicke der Schicht negativ! Also kann der spezifische Wärmeleitwert zwar höher sein, aber durch die höhere Schichtdicke ist die Bilanz des Wärmeübertrags bei der dünneren Paste höher. 

Mir ist das schon klar. Das war ein Beispiel, wie mit Zahlen geworben wird, obwohl andere Faktoren genau so entscheidend sein können. Deswegen hab ich dazu ergänzt, dass man sich darüber streiten kann, ob der Vergleich fair ist. Für mich persönlich aus den genannten Gründen schon. Viel dünner kannst du das Pad auch nicht machen, weil die Oberflächen im Allgemeinen viel zu uneben dafür sind. Einen gewissen Puffer als Toleranz brauchst du immer. Gibt ja auch noch andere Pads, die dann dicker und weicher sind.

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vor 44 Minuten schrieb Sk0b0ld:

und wie stellst du dir das genau vor?

Ich glaube wir reden ein bisschen aneinander vorbei. Ich beziehe mich nicht auf die Angaben der Hersteller. Das ich von den nicht viel halte habe ich eingangs schon erwähnt. Und ein Wert allein trifft auch keine ausreichende Aussage. 

Ich denke jedoch, dass man bei Angabe aller Messparameter und drei Messbereichen (so wie ich meinen Versuch aufgebaut habe) schon eine Unterscheidung der Leistungsfähigkeit der verschiedenen Pasten treffen kann UND diese auch in W/m*K angeben kann. Angaben in so und so viel °C weniger zu treffen ist in jedem Fall ungenauer. 

vor 53 Minuten schrieb Sk0b0ld:

Du testest unter immer den gleichen Bedingungen verschiedene Pasten. Ähnlich wie Arctic. Das ist dann schon was ganz anderes, deutlich aussagekräftiger. Einziges Problem wäre mich nur das Thema Langlebigkeit dabei.

Genau. Das Thema der Langlebigkeit ist natürlich wichtig. Was bringen einem die besten (gemessenen) Leitwerte, wenn sie ein paar Wochen später schon wieder ganz anders aussehen. Auch das altern der Paste in der Verpackung würde mich interessieren. Bin schon gespannt, wenn die neue TG Paste kommt, wie die sich von der älteren Paste unterscheidet. 

 

Ich bestreite nicht, dass die W/m*K Angaben verwirrend sein können. Doch wenn man verlässliche Werte aus einem unabhängigen Test zum Vergleich nutzt und auch auf die Schichtdicke achtet (also Pasten mit Pasten und Pads mit Pads vergleicht), können diese Werte eine gute Hilfe bei der Wahl der richtigen Paste geben. Für eine fundierte Entscheidung für die "beste" Alltagspaste kommen natürlich noch Punkte wie Haltbarkeit und Preis hinzu. Ich habe mir mit meinem Test (vorerst) nur die reine Leistungsfähigkeit der Pasten vorgenommen. Was auch nicht uninteressant ist um die beste Leistung für z.B. Benchmarks herauszuholen. 

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vor 1 Stunde schrieb MrUniverse:

Ich beziehe mich nicht auf die Angaben der Hersteller. Das ich von den nicht viel halte habe ich eingangs schon erwähnt.

Ok, dann habe ich das in deinem Statement: "Und genau deshalb sind die W/m*K Werte nicht Sinnlos, sondern der Endverbraucher muss nur mit Ihnen umzugehen Wissen." wohl falsch interpretiert, weil ich davon ausging, dass du im Bezug auf den Endverbraucher, die Daten der Hersteller meinst. Sprich, an welchen Daten sich der Endverbraucher orientiert.

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